Heimatstuben und Sammlungen in Hessen

Im Laufe der Zeit entstanden in Hessen 35 ostdeutsche Heimatstuben.
Sie sind Zeugnisse kulturellen Schaffens der Heimatvertriebenen. Viel Mühe, Fleiß und Energie mußten aufgewandt werden, um diese Einrichtungen zu schaffen. Mit der Zeit wurden Räume für die Sammlung von dinglichen Kulturgütern und Archivmaterial aus der alten Heimat zur Verfügung gestellt; meist geschah dies im Rahmen von Patenschaften über ostdeutsche Gemeinden oder Landschaften.

Die Sammeltätigkeit der Betreuer von Heimatstuben hatte ihre Grenze darin, dass nur wenige Kulturgüter aus der Heimat herübergebracht worden waren. In dem mehrfach kontrollierten Fluchtgepäck war nicht viel Platz dafür gewesen. Und wer wollte sich von den wenigen geretteten Erinnerungsstücken schon trennen!

Erst bei Reisen wurden - vielfach auf recht abenteuerliche Weise - Gegenstände und Schriftstücke über die Grenze gebracht. So konnte ganz allmählich eine ansehnliche Ausstellung aufgebaut werden.

Immer ist die Heimatstube in einer Patenstadt kultureller und geistiger Mittelpunkt der Patenschaftsnehmer. In etlichen Fällen ist die Fortentwicklung der Heimatstube zur Stätte der Begegnung bereits geglückt. Natürlich haben die Heimatstuben unterschiedliche Qualität; allen gemeinsam aber ist, dass sie mit viel Sorgfalt und Hingabe gestaltet wurden. Geleitet werden sie in der Regel von ehrenamtlich tätigen Personen, die erhebliche Opfer an Zeit und oftmals auch Geld für diese Einrichtungen erbringen.

Die folgenden Seiten sollen einen Überblick über die ostdeutschen musealen Einrichtungen und Archive geben. Es wird in Kurzform auf die Besonderheiten der einzelnen Einrichtungen hingewiesen.

Mögen sie ein kleines Bindeglied für sie werden und dazu helfen, dass der Besuch dieser "Ostdeutschen Schaufenster" ein noch größerer werde.

Sie sind der Broschüre "Ostdeutsche Ausstellungen, Archive, Heimatstuben und Sammlungen in Hessen, hrsg. v. BdV Landesverband Hessen e.V., Wiesbaden o.J." entnommen.

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