Kulturelle Wintertage 2016 des BdV-Landesverbandes Hessen

Heimatpolitische Themen und Beiträge zur Kultur der Vertreibungsgebiete

Schon seit über sechs Jahrzehnten veranstaltet das Kulturreferat des Landesverbandes Hessen des Bundes der Vertriebenen (BdV) zweimal im Jahr seine "Kulturellen Tage". In den letzten Jahren finden diese Kulturtage abwechselnd in der Bildungsstätte des Bistums Limburg in Wiesbaden-Naurod oder in der Tagungsstätte der hessischen Lehrkräfteakademie Weilburg statt. Auch in diesem Jahr erwartete die 50 Teilnehmer vom 11. bis 14.01.16 aus ganz Hessen und anderen Bundesländern in Wiesbaden-Naurod ein interessantes Programm mit Vorträgen namhafter Referenten aus den Vertriebenenverbänden, aus Wissenschaft und Journalismus.

Neben einführenden Informationen und der Behandlung aktueller Themen aus dem BdV-Bundes- und -Landesverband durch Kulturreferent Otmar Schmitz stand zu Beginn der Veranstaltung auch eine Diskussion über die derzeitige Situation von Kriegsflüchtlingen in Deutschland im Vordergrund. Die Mitwirkung namhafter Referenten, unter anderem mit Prof. Dr. Michael Schwartz vom Institut für Zeitgeschichte in Berlin zum Thema "Ethnische Säuberungen im Europa des 20.Jahrhunderts", mit Politologe und Journalist Dr. Ulrich Mayer aus Meran zum Thema "Die Situation der deutschen Minderheit und der deutschen Sprache in Südtirol", mit einer Lesung des Berliner Journalisten und Buchautors Dr. Olaf Ihlau aus seinem Werk "Der Bollerwagen" sowie mit zwei Mitgliedern des Präsidiums des Bundes der Vertriebenen und Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft Schlesien und der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Stephan Rauhut und Waldemar Eisenbaun, die mit Fachvorträgen das Wirken ihrer Verbände und deren Herausforderungen im 21. Jahrhundert vorstellten, spiegelte Aktualität und die hohe Qualität dieser kulturellen Wintertage wider. Filmbeiträge, ein geselliger Abend mit Lied- und Textbeiträgen der Teilnehmer sowie eine Fahrt nach Mainz mit Besichtigung des ZDF-Sendezentrums komplettierten ein 4-tägiges anspruchsvolles Veranstaltungsprogramm.

Für einen Tag konnte Tagungsleiter Otmar Schmitz auch die Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf, begrüßen. in Ihrem Grußwort lobte sie die beispielhafte Kulturarbeit des BdV-Landesverbandes Hessen und überbrachte die Grüße des Ministerpräsidenten Volker Bouffier sowie des Sozial- und Integrationsministers Stefan Grüttner. "Die Kulturellen Winter- und Sommertage des BdV-Landesverbandes Hessen sind etwas Besonderes und in dieser Form einmalig in Deutschland. Ohne Übertreibung kann man sagen, dass die Kulturarbeit des BdV und der Landsmannschaften in Hessen bestens aufgestellt ist", so die Landesbeauftragte. Sie dankte dem BdV-Landeskulturreferenten Otmar Schmitz für sein beispielhaftes Engagement.

Ziegler-Raschdorf unterstrich in ihrem Grußwort darüber hinaus die Verbundenheit der Hessischen Landesregierung mit den Anliegen der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler. Diese werde bei zahlreichen Anlässen im Laufe eines Jahres deutlich sichtbar, etwa beim traditionellen Neujahrsgespräch des Ministerpräsidenten mit Vertretern der Vertriebenenverbände und der Landsmannschaften in der Hessischen Staatskanzlei, - das auch in diesem Jahr im Februar wieder stattfinden werde.

bdv-hessen-press/2016
Text: Helmut Brandl, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fotos: Hubert Leja, Kulturreferat des BdV-Landesverbandes Hessen
Februar 2016