70 Jahre Bundesland Hessen

Festakt im Kurhaus zu Wiesbaden

Anlässlich der Feiern zum 70-jährigen Landesjubiläum stand am 1. Dezember ein Festakt im Staatstheater zu Wiesbaden auf dem Programm. Mit bunter Vielfalt wurde die hessische Geschichte seit dem 1. Dezember 1946, als die Hessen in einer Volksabstimmung für eine neue Landesverfassung gestimmt hatten, aufgezeigt. Recht laut und lustig ging es bei dieser zweistündigen Veranstaltung her, als Streiflichter in gekonnt künstlerischer Form über bedeutende Ereignisse der letzten 70 Jahre den über 1000 begeisterten Zuhörern dargeboten wurden. Auch das Thema Flucht und Vertreibung mit Bollerwagen auf der Suche nach einer neuen Heimat wurde ebenso dargestellt wie das Gedenken an die Opfer der Nazi-Diktatur mit einem würdigen Beitrag des Musikkorps der Bundeswehr vor der Projektion des Vernichtungslagers Ausschwitz. In seiner Festrede erinnerte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier an die Aufnahme von fast einer Millionen Vertriebenen und Flüchtlingen nach dem zweiten Weltkrieg. "So zeigt der Blick zurück, dass wir keinen Zweifel haben sollten, dass auch uns - mit weitaus größeren Ressourcen - die Integration der heutigen Flüchtlinge gelingen kann", so der Landesvater unter großem Beifall. Der Landesvorsitzende des Bundes der Vertriebenen (BdV) in Hessen, Siegbert Ortmann, der neben dem früheren Landesbeauftragten für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Rudolf Friedrich, zu den geladenen Ehrengästen gehörte, bedankte sich bei dem Empfang im Anschluss an den Festaktes bei dem Hessischen Ministerpräsidenten für seine klare und zutreffende geschichtliche Einordnung der schwierigen Verhältnisse im Zusammenhang mit der Situation der Heimatvertriebenen nach dem zweiten Weltkrieg in diesem Land.

bdv-press/landesverband hessen/12-2016
Dezember 2016