Kulturelle Wintertage 2017 des Bundes der Vertriebenen Hessen

Meinungsaustausch über zentrale Anliegender Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten

Vom 23. Bis 26.Januar fanden die diesjährigen Kulturellen Wintertage im Wilhelm-Kempf-Haus, der Bildungsstätte des Bistums Limburg, in Wiesbaden Naurod statt. Durch viele Krankheitsausfälle bewegte sich die Teilnehmerzahl durch zusätzliche Tagesgäste um 50 Personen. Otmar Schmitz hatte in Zusammenarbeit mit dem Sachbearbeiter des BdV-Kulturreferats Hubert Leja ein umfangreiches Programm für die vier Tagungstage zusammengestellt. Bei den Berichten aus den verschiedenen Vertriebenenorganisationen und BdV Kreisverbänden war erkennbar, dass alle hessischen Regionen vertreten waren aber auch neue Teilnehmer gekommen waren.

Die Kulturfahrt nach Wiesbaden, mit einen umfangreichen Führung durch das Hessische Staatstheater und einen kurzen Gang durch die Altstadt gab den Teilnehmern eine gute Möglichkeit des persönlichen Kennenlernens und zumindest einer kurzen Besichtigung der hessischen Landeshauptstadt.

Die Referenten aus den verschiedenen Spezialgebieten boten Themen wie Arbeit der Vertriebenenverbände, Bestandssicherung von Heimatsammlungen, Probleme der Reintegration. Das Referat von Ing. Norbert Kapeller, Generalsekretär des Verbandes der deutschen altösterreichischen Landmannschaften in Österreich (VLÖ) zeigte, dass sich Ziele und Aktivitäten in den beiden Ländern gleichen. Ein Referat und ein Film waren passend zum Reformationsjubiläum gewählt. Großes Interesse fanden Steffen Hörtler, Direktor der Stiftung Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk, Bad Kissingen, mit dem Thema der Verständigung zwischen Tschechen und Deutschen sowie die Buchlesung von Hans-Dieter Rutsch, Preisträger des Schlesischen Kulturpreises 2016, "Die letzten Deutschen. Schicksale in Schlesien und Ostpreußen".

Die Hessische Landesbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf war zusammen mit ihrem neuen Büroleiter Kai Lemler angereist, der sich persönlich vorstellte und bekundete, dass er sich auf die künftige Zusammenarbeit freue. Frau Ziegler-Raschdorf dankte Herrn Schmitz und allen Teilnehmern für ihre beispielhafte Kulturarbeit im Rahmen des BdV-Hessen. Der stellvertretende Landesvorsitzende Georg Stolle berichtete über die drei im Jahr 2016 durchgeführten Bildungsreisen, Höhepunkt war davon die Fahrt nach Königsberg. Anschließend stellte er die im Jahr 2017 geplanten Fahrten vor. Der traditionelle gesellige Abend mit Vorträgen Volkstänzen und vielen Liedern aus der ehemaligen Heimatregionen stärkten das Zusammengehörigkeitsgefühl der Teilnehmer. Eine gelungene Veranstaltung, die Teilnehmer sagten ein herzliches Dankeschön.

Text und Fotos: Horst W. Gömpel
Februar 2017