ZUKUNFT von GESTERN

Malerei und Skulpturen

DORIS ZEIDLEWITZ und REINHARD GRÜTZ

Am 5. Juli fand die Eröffnung der Ausstellung "Zukunft von Gestern" im Haus der Heimat in Wiesbaden statt.

Der Maler und Bildhauer Reinhard Grütz wurde in Ostpreußen geboren. 1947 Vertreibung. Studium an der Hochschule für Kunst und Design an der Burg Giebichenstein/Halle.Lebt und arbeitet in Groß-Zimmern. ?Nicht über die Kunst, sondern über die Mathematik geht der Weg zur höchsten Schönheit selbst. Kunst, Mathematik und Schönheit in Einklang zu bringen ist die Aufgabe, die sich R. Grütz in seinem gesamten plastischen Werk stellt“(B. Röhrer).In den gezeigten Gemälden (Acrylmalerei) beschäftigt sich der Künstlermit dem, was vergessen ist,mit dem, was da ist und übersehen wird. Der Winter, die Stille, das scheinbar Unscheinbare üben auf den Maler Reinhard Grütz eine besondere Faszination aus.“Die Kunst dient Reinhard Grütz zum Ausgleich des oftmals nicht so schönen Lebens“(B.Röhrer). Der Künstler will in seinem Werk das Wahre, Gute und Schöne in den Vordergund gestellt wissen.

Eine ganz andere Präsenz zeigen die Gemälde der Malerin Doris Zeidlewitz. Vertreibung kennt sie im Gegensatz zu Reinhard Grütz nur aus den Erzählungen einer früheren Generation heraus und daher ist es um so beachtlicher mit wie viel Sensibilität sie das Thema ?Zukunft von gestern“ in 4 großformatigen schwarz/weiß Gemälden umgesetzt hat. Die Künstlerin hat an der Städelschen Kunstakademie in Frankfurt und an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach studiert.

Die Malerin versetzt den Betrachter in eine Zeit, die nicht im Heute liegt, sondern sie macht darauf aufmerksam, daß sich aus dem Gestern das Heute und somit das Morgen gestaltet. Doris Zeidlewitz sagt, daß es von großer Dringlichkeit ist, daß es dem Menschen gelingen muß, sich dem gesellschaftlichen Bewußtsein zu entziehen.Nur so hat er die Chance, ein eigenschöpferischer, kreativer und verantwortungsbewußter Mensch zu werden. In ihrem Gemälde der "Lily Marleen"

zeigt die Künstlerin, daß die globale Gesellschaftsform des Materialismus einem humanistischen und sozialem System weichen muß. Die Malerin sieht den Menschen als den Künstler und das Leben selbst als das zu gestaltende Kunstwerk.

Eine sehenswerte Ausstellung.

Nachfolgend einige Fotografien von der Vernissage

Die Ausstellung ist noch bis 30. August 2013 im Haus der Heimat in Wiesbaden, Friedrichstr. 35 zu besichtigen.
Öffnungszeiten:
Mo. - Fr. 14.00 - 19.00 Uhr, Sa. 10.00 - 14.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Im Juli 2013