Erntedank nach Noten

"Hutschenabend" des hessischen Bund der Vertriebenen (BdV) Biebesheim

Die "Hutschenabende" im rustikalen Vereinsheim in Biebesheim besitzen schon Tradition. Keiner gleicht dem anderen. Karin Liedke und Rudi Mohr schütten immer wieder ein Füllhorn guter Ideen aus, um die Gäste zu begeistern. Auch die Bad Nauheimer Erika und Norbert Quaiser feierten diesmal mit. Die Musikgruppe Liedke/Mohr gehört bereits zum festen Volkstumsprogramm der Begegnungsnachmittage in der Wettrauer Badestadt. "Freundschaft verbindet" sagte Quaiser in seiner Dankadresse für die Einladung zum gemeinsamen "Hutschen".

Der "Egerländer Musikantenmarsch" war ein zünftiger Auftakt zum musikalischen Erntedank. Aus jedem Vertreibungsgebiet folgte danach das aus diesem stammende Heimatlied und eine typische Ernte.

Mit "Land der dunklen Wälder" erinnerte man an Ost- und Westpreußen, vor der Vertreibung der Deutschen die Kornkammer Deutschlands. "Wenn in stiller Stunde" stand für Pommern und die Fischer, die ihre Ernte mit Gottes Hilfe gut an Land brachten. Bei Schlesien dachte man an die Hl. Barbara, die Schutzpatronin der Bergleute, die die Ernte in Form von Kohle ans Tageslicht fördert. Das alte Bergmannslied "Glück auf, Glück auf" sangen alle kräftig mit. Mit dem "Böhmischen Wind" erinnerten die Musikanten an das verlorene Sudetenland, wenn der Wind über die abgeernteten Stoppelfelder wehte.

Beim folgenden Bauerntanz fanden sich die Gäste aus Bad Nauheim sogar auf der Tanzfläche wieder.

Auch an Essen und Trinken hatten es die Biebesheimer nicht fehlen lassen. Vor der Speisekarte hätte den Erfindern des "Veggie Day" aber gegraust: Es wurden kräftige hessische Rippchen und Schweinshaxen mit Sauerkraut aufgetischt. "Oktoberfest" hieß diese schmackhafte Diätkost!

Text: Norbert Quaiser; Foto: Erika Quaiser
Im November 2013