Von der Schneekoppe im Riesengebirge zum Johannisberg in Bad Nauheim

Wanderfreunde der Sudetendeutschen Landsmannschaft tagen in der hessischen Gesundheitsstadt

Sich wiederzusehen und das gemeinsam Erlebte auf ihrer diesjährige Wanderreise noch einmal an sich vorbeiziehen zu lassen, dazu traf sich die hessische "Junge-Mittlere Generation JMG" der "Sudetendeutschen Landsmannschaft" in Bad Nauheim. Im Sommer hatten sie Das Riesengebirge, Braunauer Ländchen, Adlergebirge, Glatzer Bergland und den Schönhengstgau unter ihre Wanderstiefel genommen. Frank Dittrich, Gernot Hilbert und Alois M. Olbrich waren unterwegs fleißige Fotographen und Filmer gewesen. Flott kommentiert, sorgten die Bilderserien immer wieder für Szenenapplaus.

Was wäre das Riesengebirge aber ohne den "Berggeist" Rübezahl. Jürgen Kaiser hielt lange ein Bündel unter dem Tisch verborgen. Als er das "Geheimnis" lüftete, war die Überraschung groß: die Skulptur eines Rübezahls, geschnitzt aus Fichtenholz von einem polnischen Holzschnitzer.

Beim Wekelsdorfer Felsengebirge erinnerte Gerolf Fritsche an die dort auf dem Buchenberg 1945 ermordeten Sudetendeutschen. Vera Vitova, ehemals Bürgermeisterin von Wekelsdorf, hatte ein Versöhnungskreuz errichten lassen "für alle Opfer nationaler Konflikte dieser Region und für ein mutiges Zeichen des Dialogs zwischen Deutschen und Tschechen". 2003 erhielt sie dafür vom Zentrum gegen Vertreibungen der Bundes der Vertriebenen in der Frankfurter Paulskirche den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis verliehen.

"Wir könnten gleich wieder losmarschieren" verkündete Helmut Seidel. Die Planung für die Wanderreise 2014 vom 26. Juli steht bereits. Ziel, die Sprachinsel Iglau. Die ersten Anmeldungen liegen schon vor. Nachwuchssorgen hat die JMG keine, der jüngste Wanderer ist Erika und Norbert Quaiser's fünfjähriger Enkel Paul. Wanderschuhe und Rucksack besitzt er bereits.

Text: Norbert Quaiser; Fotos: Erika Quaiser
Im November 2013