Entschließung 2/05

Die in Wiesbaden versammelten Delegierten des Landesverbandstages des Bundes der Vertriebenen fordern die Bundesregierung auf, ihren Verpflichtungen aus 96 des Bundesvertriebenengesetzes in vollem Umfang nachzukommen. Danach sind Bund und Länder verpflichtet, das Kulturgut der Vertreibungsgebiete im Bewusstsein der Vertriebenen und Flüchtlinge, des gesamten deutschen Volkes und des Auslands zu erhalten, Archive, Museen und Bibliotheken zu sichern, zu ergänzen und auszuwerten sowie Einrichtungen des Kunstschaffens und der Ausbildung sicherzustellen zu fördern.

Der Pflege und Erhaltung des Kulturgutes der Vertriebenen und Flüchtlinge kommt im zusammenwachsenden Europa besondere Bedeutung zu. Dieses Kulturgut ist ein Bestandteil der gemeinsamen europäischen Kultur.
Diese Förderung darf nicht, wie bisher, vernachlässigt werden.

Die Delegierten danken der Hessischen Landesregierung, insbesonders Ministerpräsident Roland Koch sowie Staatsministerin Silke Lautenschläger, für die Unterstützung der berechtigten Belange der deutschen Heimatvertriebenen. Sie haben mit besonderer Befriedigung zur Kenntnis genommen, dass Ministerpräsident Roland Koch im Gegensatz zur Bundesregierung das in Berlin geplante Zentrum gegen Vertreibungen unterstützt.

Die Delegierten danken auch dem Landesbeauftragten der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Rudolf Friedrich, für seinen Einsatz für die Heimatvertriebenen.