Die Erfolgsgeschichte Bayern gäbe es ohne die Sudetendeutschen nicht!

Große Wertschätzung und höchste Anerkennung ist dem Freistaat Bayern und seinen Bürgern dafür zu zollen, dass sie nach dem Kriege die sudetendeutschen Heimatvertriebenen neben den Altbayern, Franken und Schwaben als vierten Volksstamm im Lande aufgenommen haben, so der stellvertretene Bundesvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft Siegbert Ortmann, der zugleich Landesvorsitzende des Bundes der Vertriebenen in Hessen ist.

Am vergangenen Mittwoch hatte der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer zu einer Feierstunde anlässlich " 50 Jahre Beurkundung der Schirmherrschaft des Freistaates Bayern über die sudetendeutsche Volksgruppe" in den Kuppelsaal der bayerischen Staatskanzlei in München eingeladen und über 400 Gäste aus nah und fern waren erschienen. Die Begrüßung zu diesem Festakt hatte die Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, Christine Haderthauer übernommen, die darauf verwies, dass die Bayern an der Seite der Sudetendeutschen stünden und diese bei der Wahrnehmung ihrer Angelegenheiten finanziell und ideell nach Kräften unterstützen würden. In seiner Festrede ging Ministerpäsident Horst Seehofer dann noch einmal ausführlich auf die nunmehr 50-zig jährige beurkundete Schirmherrschaft über die sudetendeutsche Volksgruppe ein und gratulierte dem "vierten Stamm Bayerns von Herzen zu diesem stolzen Jubiläum". Als Ziel nannte er ein gemeinsames europäisches Haus, in dem die Völker im Bewusstsein um ihre kulturelle Vielfalt friedlich zusammenleben, in dem die reiche Kultur der Sudetendeutschen für immer lebendig bleibe. Bernd Posselt MdEP und Sprecher der sudetendeutschen Volksgruppe stellte in seiner Dankesrede an den Freistaat Bayern fest, dass die in den letzten 50 Jahren ausgeübte Schirmherrschaft einzigartig in Deutschland und in Europa sei und sie werde auch in den nächsten Jahrzehnten gebraucht, wenn es darum gehe, künftigen Generationen die reiche Kultur der Sudetendeutschen ebenso weiterzugeben wie das Wissen um die geschichtliche Wahrheit. Die exzellente musikalische Umrahmung dieses Festaktes gestaltete das Ehepaar Nicolas Koeckert ( Violine) und Kristina Miller-Koeckert (Klavier).

Text: Norbert Quaiser
Im November 2012