Presseinformation

Vertriebene bei Informationsveranstaltung mit Margarete Ziegler-Raschdorf (CDU)

Hessische Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler folgt Einladung der Jungen Union Solms-Braunfels-Leun und CDU Leun

Erstmalig sprach die Hessische Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler Margarete Ziegler-Raschdorf (CDU), die dieses Amt seit 2009 begleitet, auf Einladung einer Jungen Union (JU). Eingeladen hatte die Junge Union Solms-Braunfels-Leun unter ihrem Vorsitzenden Sven Ringsdorf (Solms), gemeinsam mit der CDU Leun, ins Haus der Begegnung nach Leun.

Knapp 40 Personen waren der Einladung gefolgt, darunter der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer, Kreisbeigeordneter und Stadtverordnetenvorsteher der Stadt Leun Edgar Luh (CDU), Kreistagsabgeordneter Tim Schönwetter, Stadträtin Inge Wolf (CDU), Ortsvorsteher Albert Pantle (CDU) sowie zahlreiche Stadtverordnete aus den Städten Solms, Braunfels und Leun.

Aus den Reihen des Bund der Vertriebenen (BdV) waren der Einladung u.a. der stellv. BdV-Landesvorsitzende zugleich, stellvertr. Landesobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL) und Ehren-Stadtverordnetenvorsteher von Leun Manfred Hüber, die Landesfrauenreferentin des BdV und der SL, Mitglied der SL-Bundesversammlung Rosemarie Kretschmer, der stellvertr. Kreisvorsitzende und stellvertr. SL-Kreisobmann des KV und der KG Wetzlar Viktor Jordan, der auch die Stellen des Bundesorganisationsleiters des Bundes der Egerländer Gmoi und des Vorstehers der Egerländer Gmoi Braunfels versieht, der Landesschatzmeister der hessischen Landmannschaft der Ost- und Westpreußen, sowie Kulturreferent des BdV-Kreisverbandes Wetzlar und Ortsvorsitzender des BdV-Ortsverbandes Wetzlar, Kuno Kutz, das BdV-Kreisvorstandsmitglied und Vorsitzender des BdV-Ortverbandes Burgsolms, der Vorsitzende des BdV-Ortsverbandes Burgsolms Adolf Schiener und der stellvertr. Vorsitzende des BdV-Ortsverbandes Burgsolms Ernst Irrgang gefolgt.

Vor ihrem gut zweistündigen Vortrag dankte die Referentin zunächst dem engagierten Team um JU-Vorsitzenden Sven Ringsdorf (Solms). Es sei ein tolles Signal, dass sich erstmals junge Menschen für die hessische Vertriebenenpolitik interessierten. Gleichzeitig könnten die jungen Menschen damit Vorbild für andere Jugendliche und junge Erwachsene in Hessen sein, damit der wichtige Teil der Geschichte "Flucht und Vertreibung" den Stellenwert und das Bewusstsein erhalte, den es in der hessischen Gesellschaft verdiene.

In ihrem Referat stellte Frau Ziegler-Raschdorf die Arbeit des Landesbeauftragten seit 1999 vor und hob zunächst hervor, dass kein anderes Bundesland in der Bundesrepublik Deutschland über eine vergleichbare Stelle und derart zahlreiche Förder- und Unterstützungsmittel für die Vertriebenenorganisationen verfüge. Vor allem in SPD- und Grün-geführten Bundesländern drohe gar die Aufgabe jeglicher Unterstützung der Vertriebenen.

Mit Wettbewerben an Schulen und zahlreichen landesweiten Kooperationsprojekten gelinge es dank der CDU-geführten Landesregierung und der Stelle der Landesbeauftragten, den Stellenwert der Heimatvertriebenen, Spätaussiedler und deren Nachfahren so hoch zu halten, wie es angesichts der Bedeutung für die eigenen Landesgeschichte angemessen sei, freute sich Ziegler-Raschdorf sichtlich stolz auf die eigenen Erfolge.

Auf dem Podium warnte CDU-Landtagsabgeordneter Hans-Jürgen Irmer (Wetzlar) die Anwesenden vor einem Politikwechsel in Hessen. Keine andere Partei in Hessen bekenne sich derart klar und deutlich zu den betroffenen Gruppen und keine andere Partei werde die hohen finanziellen Unterstützungen aufrecht erhalten. Wer weiterhin wolle, dass die Heimatvertriebenen in ihrer Arbeit im Kultur- und Brauchtumsbereich gefördert und unterstützt würden, müsse und könne nur CDU wählen.

Für den einladenden JU-Verband erläuterte Vorsitzender Sven Ringsdorf (Solms) die Beweggründe und Motive: "Uns ist es wichtig, gerade jungen Menschen die Bedeutung von Flucht und Vertreibung bewusst zu machen. Unsere Region ist geprägt von Vertriebenen und deren Nachfahren. Sprache, Kultur und Brauchtum haben sich erhalten. Unser kulturelles Erbe dürfen wir nicht aus den Augen verlieren. Nur, wer im Rückspiegel weiß, wo er herkommt, kann sicher in die Zukunft schreiten."

Bereits im Herbst 2012 habe sich die Junge Union Solms-Braunfels-Leun mit dem Thema "Heimat" auseinandergesetzt und ein ganztätiges Seminar unter dem Thema "typisch hessisch" angeboten, bei dem gekocht, gesungen und Vieles erlernt wurde, was die jungen Teilnehmer bis dahin noch nicht über ihr Heimatland wussten.

Manfred Hüber, CDU-Vorsitzender Andreas Höbel und JU-Vorsitzender Sven Ringsdorf (Solms) dankten Margarete Ziegler-Raschdorf für ihren engagierten Vortrag. Hüber begrüßte es, dass sich die JU um die Probleme der Vertriebenen kümmert. Über die Zusage der Landesbeauftragten, dass man auch weiterhin mit der Unterstützung des Landes rechnen könne, freute er sich besonders. Alle wünschten dem anwesenden Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer Erfolg für die bevorstehende Landtagswahl. Die drei waren sich einig, dass Irmer auch weiterhin aktiv für die Interessen der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler eintreten werde.

Text: Norbert Quaiser; Fotos: Catrin Kempa
Im Juni 2013