Sudetendeutsche mit "Mammutprogramm" in Berlin

Sudetendeutsche Landsmannschaft will sich in der Bundeshauptstadt einbringen

Für einen Besuch in der Bundeshauptstadt hatten sich die drei stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL) Siegbert Ortmann (Lauterbach), Claus Hörrmann (Neustadt/Sachsen) und Steffen Hörtler (Bad Kissingen) sowie der Präsident der Bundesversammlung Reinfried Vogler (Kronberg/Ts.) kürzlich ein umfangreiches Programm vorgenommen.

Zunächst ging es zum Baubeginn für ein Dokumentationszentrum der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung im Deutschlandhaus mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und einer Ausstellungseröffnung über die Arbeit dieser Stiftung. Es folgte eine BdV-Jubiläumsveranstaltung über 60 Jahre Bundesvertriebenengesetz mit Verleihung der Wenzel-Jaksch-Medaille an Staatsminister Bernd Neumann (MdB) und schließlich schloss sich für den hessischen Landesvorsitzenden Siegbert Ortmann und Claus Hörrmann als Vertreter der Sudetendeutschen Landsmannschaft noch eine Sitzung des BdV-Bundesausschusses an, zu der Präsidentin Erika Steinbach (MdB) eingeladen hatte. Zwischendurch waren die drei SL-Verbandsfunktionäre Gäste des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier beim großen Hessenfest in der hessischen Landesvertretung. Diese Veranstaltung mit rd. 2000 Teilnehmern ist seit über 10 Jahren alljährlicher Treffpunkt für Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien inmitten der Bundeshauptstadt. Dabei zeigte sich das Bundesland Hessen kulinarisch und kulturell bis tief in die Nacht hinein wieder von seiner besten Seite. Und bei dieser Gelegenheit kamen die sudetendeutschen Volksgruppenvertreter dann auch mit dem CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer zu einem intensiven Gedankenaustausch über Möglichkeiten der regelmäßigen Präsenz und des "verbandspolitischen Gehörs" der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Berlin zusammen. Der aus Altötting in Bayern stammende Bundestagsabgeordnete ist als stellvertretender Landesvorsitzender der Union der Vertriebenen (UdV) in der Vertriebenenarbeit bestens bewandert und zudem Mitglied des 21-köpfigen Stiftungsrates der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin. Auf Wunsch der SL-Vorstandsmitglieder war MdB Mayer dann auch spontan als zukünftiger Kontaktmann der Landsmannschaft für die Bundeshauptstadt bereit. Was für den Bund der Vertriebenen (BdV) unter ihrer Präsidentin Erika Steinbach (MdB) seit jeher selbstverständlich sei, müsse für die große sudetendeutsche Landsmannschaft in Deutschland jetzt und in Zukunft auch gelten, nämlich die Einbringung der Verbandsaktivitäten und Vorstellung der aktuellen Volksgruppen-Anliegen bei den Politikern in Berlin, so die drei stellvertretenden Bundesvorsitzenden abschließend.

Text: Norbert Quaiser; Fotos von Siegbert Ortmann
Im Juli 2013