Staatsminister Axel Wintermeyer: Heimatvertriebene sind Brückenbauer in Europa

Fördermittel der Hessischen Landesregierung fließen ungekürzt an Bund der Vertriebenen und Landsmannschaft Weichsel-Warthe

Staatsminister Axel Wintermeyer hat am Dienstag die Förderbescheide der Hessischen Landesregierung an Bund der Vertrieben und Landsmannschaft Weichsel-Warthe übergeben. Die förmliche Übergabe der Bescheide für das laufende Jahr erfolgte im traditionsreichen "Haus der Heimat" in Wiesbaden. Der Staatsminister und dessen Büroleiter Andreas Monz wurden dort vom Hessischen BdV-Landesvorsitzenden Siegbert Ortmann, dem Bundessprecher der Landsmannschaft Weichsel-Warthe Dr. Martin Sprungala, dem Vorsitzenden des Deutsch-Europäischen Bildungswerkes in Hessen Georg Stolle und weiteren Mitgliedern des hessischen BdV-Landesvorstandes empfangen.

Das kulturelle Erbe der Heimatvertriebenen zu bewahren, für Integration zu sorgen und die Völkerverständigung in einem immer offeneren Europa weiter voranzubringen, hält der Minister für eine wichtige Arbeit des BdV. Dabei könne der BdV der Unterstützung und Wertschätzung der Landesregierung sicher sein.

"Mit diesen Mitteln können wir auch weiter gute Arbeit leisten", erklärte Siegbert Ortmann in seiner Dankadresse. Als "Brückenbauer" habe der BdV noch viel zu tun.
Als Sudetendeutscher beschäftige ihn besonders die aktuelle Lage in Tschechien, wo sich der Wind wieder gegen die Sudetendeutschen drehe. Das gelte nicht für die untere Ebene, wo unvermindert gute Verbindungen beständen, in höheren Kreisen hätten jedoch wieder Linke das Sagen. Gespannt warte er auf das Ergebnis der hessischen Landtagswahlen im September. Sollte der neue Ministerpräsident dann wieder Bouffier heißen, würde er ihn an seine Zusage, mit Sudetendeutschen in ihre Heimat zu fahren, erinnern.

Dr. Sprungalla zeigte sich über den Förderbescheid an seine Landsmannschaft erfreut, die als Jahresmotto "Brücke der Verständigung" gewählt habe. Ein "Brückenbau" geschieht aktuell in Richtung Ukraine, wo Kontakte zum Deutschen Haus in Lemberg interessante Aussichten für die Zukunft versprechen.

Das seit 1993 bestehende Deutsch-Europäische Bildungswerk sei eine hessen-spezifische Institution, so deren Vorsitzender Stolle. Seminare würden vornehmlich in Osteuropa abgehalten. Gerade sei man aus Königsberg zurückgekehrt, derzeit noch ein Problemgebiet, aber mit guten Aussichten auf eine günstige Entwicklung. Im Oktober geht es nach Tschechien zu einem Seminar in Leitmeritz und Aussig.

Text: Norbert Quaiser; Fotos: Erika Quaiser
Im Juli 2013