Pfarrer Dr. Wolfgang Stingl mit Hausner-Plakette ausgezeichnet

Am Freitag, dem 13. Dezember 2013, konnte Pfarrer Dr. Wolfgang Stingl in einer würdigen Feierstunde in München die ihm von der Hausner-Stiftung verliehene Urkunde mit Plakette in Empfang nehmen. Diese wurde ihm von Frau Hausner, die eigens zu diesem Anlass aus Amerika angereist war, überreicht. Er wurde mit einem zweiten Preisträger, Herrn Dr. Werner Nowak, Landesobmann von Baden-Württemberg und Alterspräsident der Bundesversammlung, für seinen heimatpolitischen, kulturellen und wissenschaftlichen Einsatz im Rahmen der sudetendeutschen Volksgruppe geehrt.

Die Laudatio für Dr. Stingl hielt der zweite Vorsitzende des Instituts für Kirchengeschichte von Böhmen-Mähren-Schlesien, Professor Dr. Adolf Hampel. Er würdigte die Arbeit von Dr. Stingl in einem brillant vorgetragenen Resümee und wies auf die Vielfältigkeit seines Tätigkeitsbereiches hin. Sei es als 1. Vorsitzender des Instituts für Kirchengeschichte, als Vertriebenenseelsorger der Diözese Mainz und für seinen Einsatz im Rahmen des Jüdischen Museums in Nidda, dem er dort eine Heimat gegeben hat.

Die Laudatio für Dr. Nowak hielt der Verleger Dr. Herbert Fleißner. Durch das Programm führte Dr. Hans Mirtes, der Vorsitzende der Hausner-Stiftung Deutschland. Ein heimatpolitisches Grußwort mit grundsätzlichen Aussagen zur aktuellen Problematik der Versöhnung zwischen Deutschen und Tschechen sprach Claus Hörrmann als Mitglied des Bundesvorstandes der Sudetendeutschen Landsmannschaft.

Frau Hermine Hausner begrüßte herzlich in Ihrer sympathischen Art die Anwesenden und stellte die von ihr und ihrem verstorbenen Mann gegründete Stiftung vor. Sie betonte, dass sie froh darüber sei, so den verdienstvollen Einsatz der Preisträger für die Volksgruppe unterstützen und würdigen zu können.

Den Festvortrag hielt Bernd Posselt, Sprecher der sudetendeutschen Volksgruppe, der direkt von einer Sitzung des Europaparlaments von Straßburg kam. Er zeigte an einigen Beispielen der vergangenen Sitzungswoche, wie wichtig und gegenwärtig das Vertriebenenthema in der europäischen Politik sei.

Musikalisch wurde das Programm von dem Egrensis Blechbläserquintett unter der Leitung von Herrn Hermann F. Sehr umrahmt, das mit seinen Darbietungen das Publikum in dem vollbesetzten Adalbert-Stifter-Saal des Sudetendeutschen Hauses begeisterte. Zum Abschluss folgte der Dank der Preisträger.

Text: Norbert Quaiser; Fotos: Pfarrer Dr. Stingl
Im Dezember 2013