Presseinformation

Tschechischer Kulturminister ohne Vorurteile gegen die Sudetendeutschen

Nürnberg: Bei einem Empfang der bayerischen Staatsregierung anlässlich der Beiratssitzung des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums hatte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft Siegbert Ortmann, der gleichzeitig hessischer Landesvorsitzender des Bundes der Vertriebenen ist, am vergangenen Wochenende Gelegenheit, mit dem neuen tschechischen Kulturminister Daniel Herman, der nach seinem bisherigen kirchlichen beruflichen Werdegang auch der "tschechische Gauck" genannt werde, ein sehr informatives Gespräch zu führen. Das Regierungsmitglied machte dabei deutlich, dass er in der Pflege und Förderung der zahlreichen Kulturgüter in der tschechischen Republik aus der gemeinsamen deutsch-tschechischen Vergangenheit eine wichtige Aufgabe für seine zukünftige Tätigkeit sehe, denn nach seiner Einschätzung seien "restaurierte Kulturgüter immer auch lebendige Erinnerungsorte für künftige Generationen". Ortmann verwies auf seine sudetendeutsche Abstammung und seinen Geburtsort Dobrany/Wiesengrund bei Pilsen und war in diesem Zusammenhang tief beeindruckt von dem Verständnis seines tschechischen Gesprächspartners für die vielfältigen Anliegen der Sudetendeutschen, deren geschichtliche Aufarbeitung nach Einschätzung des Ministers aber noch jahrzehntelang andauern dürfte. "Aus den verständlichen Worten dieses hohen tschechischen Politikers, lassen sich wirklich nicht die geringsten Vorurteile gegenüber der sudetendeutschen Volksgruppe erkennen", so Ortmann voller Freude am Ende dieser beeindruckenden Begegnung mit dem tschechischen Kulturminister im Rittersaal der Kaiserburg zu Nürnberg.

Text: Norbert Quaiser
Im April 2014