Presseinformation

Bartholomäusplakette für Peter Hoffmann

Ende August wurde im ehrwürdigen Kaiserdom zu Frankfurt am Main in einer Feierstunde Peter Hoffmann mit der Bartholomäusplakette der katholischen Stadtkirche Frankfurt ausgezeichnet.

Die Bartholomäusplakette ist eine Bronzenachbildung der Aposteldarstellung auf der großen Domglocke, die dem Stadtpatron gewidmet ist; verliehen wird sie vom Bischöflichen Kommissar und Stadtdekan für die - ehemals - "Freie Reichsstadt" gemeinsam mit der "Stadtversammlung der Katholiken in Frankfurt" für herausragendes ehrenamtliches Engagement.

Dekan Rolf Glaser aus Frankfurts Westen würdigte in seiner Laudatio auf Peter Hoffmann dessen stetes Eintreten für die Anliegen der Heimatvertriebenen, so wie es die Ackermann-Gemeinde seit ihrer Gründung im Jahre 1946 vertritt.

Ausgehend von dem neuhochdeutschen Versepos "Der Ackermann und der Tod" des mittelalterlichen Dichters Johannes von Saaz/Tepl, dem böhmischen Namensgeber der Ackermann-Gemeinde, betonte der Laudator, dass Versöhnung zunächst bei jedem einzelnen beginnen muss. Der Ackermann nimmt sein ihm widerfahrenes Leid als ihm zugehörig an, setzt sich aber gleichzeitig dafür ein, dass Not, Tod und alle Ungerechtigkeiten nicht endlos, sinnwidrig fortgesetzt werden.

In der Ackermann-Gemeinde habe in diesem Sinne viel geleistet werden können. Peter Hoffmann hat auf den verschiedenen Stufen der Verbandsorganisation stets das Seine, und oft mehr als eigentlich möglich gewesen sei, beigetragen: in der Leitungsarbeit der verbandseigenen Jugendorganisation "Junge Aktion" oder im "Hochschulring der Ackermann-Gemeinde", später dann erfolgreich als Diözesanvorsitzender der Ackermann-Gemeinde im Bistum Limburg.

Dekan Glaser hob in seiner Laudatio hervor, Peter Hoffmann habe bei allem Engagement für die Anliegen "seines" Verbandes nie die Unrechtsproblematiken und ungerechten Behandlungen gesellschaftlicher Minderheiten in Europa, vor allem im Osten des Kontinents, aus dem Blick verloren.

Mit der Gründung des "Hedwigsforums-Kirche der Welt, Ost-und Südosteuropa", in dem die Ackermann-Gemeinde mit sechs weiteren Partnern kooperiert, habe er sich insbesondere für den Austausch und die Begegnung mit Menschen und anderen Kirchen einsetzt. Mit seinen Kontakten zu Bischöfen, Literaten und Politikern bringe er mit Regelmäßigkeit Informationen über Kirche und Politik zu den Bürgern der weltoffenen Stadt Frankfurt.

Dekan Rolf Glaser dankte insbesonders der Gattin des Geehrten, Frau Roswitha Hoffmann dafür, dass sie die Arbeit ihres Ehemannes über all die Jahrzehnte mitgetragen und unterstützt hat.

Sichtlich gerührt, betonte Peter Hoffmann in seiner Dankesrede, dass alle seine Bemühungen vergebens gewesen wären, hätte er nicht der Unterstützung der Freunde in der Ackermann-Gemeinde sicher sein können.

Langanhaltender Beifall gab es für die Ehrung und den Geehrten, als Stadtdekan Dr. Johannes zu Eltz und der Vorsitzende der Stadtversammlung der Katholiken in Frankfurt, Christoph Hefter, Peter Hoffmann die Bartholomäusplakette überreichten.

Text: Rudolf Josef Grüssinger; Foto: Quelle "Kath. Stadtkirche Frankfurt"
Im September 2014