Die Landsmannschaft Weichsel-Warthe gibt zwei nützliche Registerbände heraus

Register für das Jahrbuch Weichsel-Warthe und den Kulturwart erschienen!

Wie nützlich Register und Verzeichnisse sind, hat jeder schon erfahren, der sich einmal durch eine große Anzahl von erschienen Zeitschriftenserien hat durchwühlen müssen, um etwas Bestimmtes zu suchen. Aus diesem Grunde erstellen die Landsmannschaft Weichsel-Warthe (LWW) und ihre Gliederungen seit Jahren Registerbände, um das Arbeiten und Finden zu erleichtern. Besonders im universitären Forschungsbetrieb stießen diese Arbeiten auf große Zustimmung.

Die LWW gibt, bzw. gab, seit vielen Jahren zwei Publikationsserien heraus. Die Zeitschrift mit dem antiquiert wirkenden Titel "Kulturwart" entstand bereits in den frühen 50er Jahren. Die Initialzündung zu seiner Entstehung war die erste Tagung der Kulturreferenten des LWW-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen am 28.9.1952. Der damalige Landeskulturwart, der Wuppertaler Oberstudiendirektor Dr. Fritz Weigelt (1905-1983), war zugleich von 1951 bis 1969 Bundeskulturwart. Er gab der Kulturarbeit der LWW entscheidende Impulse und prägte die Arbeit auf lange Sicht.

"Der Kulturwart" war zunächst als Handreichung für die Kulturarbeit in den örtlichen Organisationen der LWW in Nordrhein-Westfalen gedacht und wurde daher zunächst nur auf einfache Weise vervielfältigt. Diese Behelfslösung aus dem Jahre 1952 genügte aber den Ansprüchen der sechziger Jahre nicht mehr und wurde durch gedruckte Ausgaben ersetzt, in denen Fotos anstelle von Zeichnungen eine größere Rolle spielten.

Der erste Schriftleiter, Dr. Fritz Weigelt, hatte sich für den ursprünglichen Titel "Der Kulturwart" von einer vor dem Krieg in Oberschlesien erscheinenden Zeitschrift inspirieren lassen.

1956/57 und 1959/61 erschien die Zeitschrift nicht. 1968 überbrückten Eugen Nippe (1911-1970), 1969 Dr. Richard Breyer (1917-1999) und 1970 Dieter Kraeter (1936-2009) die durch das Ausscheiden Dr. Weigelts entstandene Lücke. Von 1971 bis zu seinem Tod 1980 war Albert Rentz (1905-1980) Schriftleiter, von 1980 bis 1998 das heutige Ehrenmitglied des Bundesverbandes, Wilfried Gerke.

Noch unter Weigelt war die Vierteljahrsschrift aus der praktischen Arbeitshilfe in ein Magazin für alle kulturell Interessierten umgewandelt worden. Es wurde von den Abonnenten aufmerksam gelesen, mußte aber Ende 1998 eingestellt werden, da die Auflage auf unter 500 Exemplare gesunken war. Das vorliegende 85 Seiten starke Register erschließt dem Benutzer diese Zeitschrift einschließlich der Titelbilder und anderen Illustrationen.

Der Bezugspreis beträgt für das Einzelexemplar eine Schutzgebühr von 5,00 (+ Porto). Richten Sie Ihre Bestellungen bitte an die Landsmannschaft Weichsel-Warthe, Bundesverband e.V., 65185 Wiesbaden, Friedrichstr.35 III., Tel. 0611/379787 (Mo-Fr. 8-12 Uhr).

Im Jahr 2014 erschien das 60. Jahrbuch Weichsel-Warthe. Aus diesem Grunde hat die LWW im Anschluß daran einen Registerband erstellt, der im Frühjahr 2015 ausgeliefert wurde. Vorlage für die Gestaltung dieser Arbeit war der Registerband aus dem Jahre 1984, der unter der Ägide des damaligen Bundessprechers Dr. Richard Breyer, dem früheren Direktor des Herder-Instituts, von dem stellvertretenden Bundessprecher Rudolf Peiker (1915-1994) erstellt worden war.

Bereits fünf Jahre nach der Gründung der Landsmannschaft Weichsel-Warthe entschied die Bundesversammlung anläßlich der 2. Bundeskulturtagung der LWW in Aachen (26.-28.3.1954) eine eigene Buchpublikation zu schaffen. Bereits im Herbst 1954 konnte das erste Jahrbuch (1955) unter der Redaktion von Theodor Bierschenk (1908-1996), Dr. Ilse Rhode (1902-1959) und Dr. Fritz Weigelt (1905-1983) fertiggestellt und ausgeliefert werden - und es wurde ein Erfolg, der seither Jahr für Jahr - bis heute - fortgeführt wurde.

Die Zusammensetzung der Jahrbuchredaktion variierte häufig. Die Hauptarbeit lag dabei zumeist bei einem Hauptverantwortlichen: bis 1993 war dies Theodor Bierschenk, dann der heutige Ehrensprecher der LWW, Karl Bauer, und seit 2005 ist Dr. Martin Sprungala federführend tätig.

Das vorliegende Register umfaßt 312 Seiten und erfaßt nicht nur die Titel, sondern gliedert sie noch einmal nach Themengebieten. Auch die Illustrationen sind inhaltlich erfaßt worden.

Die Beiträge sind nach Sachgebieten gegliedert, wie Schrifttumsverzeichnisse, Landeskunde und Ortsgeschichte - sortiert nach den verschiedenen Siedlungsgebieten der LWW: Posen (-Pommerellen), Mittelpolen, Wolhynien, Galizien und Teschener Schlesien. Weiterhin politische Geschichte mit den Untergruppen deutsch-polnische Beziehungen. Polen und Ukraine, die deutsche Minderheit in Polen (1919-1939) und der 2. Weltkrieg - Flucht - Vertreibung - Neubeginn. Die Rubrik Deutschtum in Polen ist in die verschiedensten Bereiche gegliedert. Es folgt eine Aufschlüsselung nach den Teil- bzw. Siedlungsgebiete, gefolgt von biographischen Beiträgen und Lebensbildern, die auch die jüdischen und ukrainischen Mitbürger in Polen einschließt. Weitere Gliederungsaspekte sind: die LWW und ihr nahestehende Organisationen, Landsleute in Übersee, Rechts- und Sozialfragen, kirchliche Betrachtungen und literarisches Schaffen.

Beide Register sind nur in einer geringen Auflage erstellt worden. Nutzen Sie die Gelegenheit, ihre Sammlung besser erfassen und benutzen zu können.

Der Bezugspreis beträgt für das Einzelexemplar des Jahrbuchregisters beträgt 10,00 (+ Porto). Richten Sie Ihre Bestellungen bitte an die Landsmannschaft Weichsel-Warthe, Bundesverband e.V., 65185 Wiesbaden, Friedrichstr.35 III., Tel. 0611/379787 (Mo-Fr. 8-12 Uhr).

Landsmannschaft Weichsel-Warthe
Im März 2015