BdV-Landesverband Hessen zu Gesprächen im Hessischen Landtag

Vertrauensvolle Zusammenkunft mit Vertretern der CDU-Fraktion

Es ist guter Brauch, dass sich Abgeordnete des hessischen Landtages von Zeit zu Zeit mit Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes des hessischen Landesverbandes des Bundes der Vertriebenen (BdV) zu einem Gedankenaustausch treffen. Zuletzt traf man sich Anfang Juni 2015 mit Angehörigen der CDU-Fraktion und Mitgliedern des Unterausschusses für Heimatvertriebene, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung (UHW), - Sabine Bächle-Scholz, Ulrich Caspar und Hans-Jürgen Irmer - sowie mit Margarete Ziegler-Raschdorf, der Landesbeauftragten der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, im hessischen Landtag Wiesbaden zu einem Arbeitsgespräch.

BdV-Landesvorsitzender Siegbert Ortmann sieht darin eine vertrauensbildende Maßnahme zum Vorteil bei der Durchführung der Aufgaben für Heimatvertriebene, Aussiedler und Flüchtlinge. Die Treffen fördern darüber hinaus die Zusammenarbeit beider Gruppen. Ortmann dankte bei dieser Gelegenheit der hessischen Landesregierung für die finanzielle Unterstützung. Dieser alljährliche Zuschuss sei Voraussetzung für die Durchführung der erforderlichen Aufgaben des BdV in Hessen. Als Beweis für die richtige Verwendung übergab der BdV-Landesvorsitzende den UHW-Mitgliedern einen ausführlichen Tätigkeitsbericht des BdV-Landesverbandes für das Jahr 2014. In ihm spiegele sich die Fülle der vom BdV geleisteten Arbeit.

Themen des Meinungsaustausches waren:

  • der im Rahmen des in Hofgeismar statt gefundene Tag der Vertriebenen Ende Mai mit der 3. Vergabe des Hessischen Preises "Flucht, Vertreibung, Eingliederung" beim Hessentag in der Hofgeismarer Stadthalle,
  • die diesjährige Ausrichtung des zentralen Tages der Heimat zeitgleich gemeinsam mit dem Hessischen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation am 13. September - in diesem Jahr wieder in den Räumen des Biebricher Schlosses,
  • die weitere Erörterung und gemeinsame Auslotung der Möglichkeit zur Anbringung einer Gedenktafel über Flucht und Vertreibung der deutschen Heimatvertriebenen auf dem Gelände des hessischen Landtages,
  • die Formulierung einer Anfrage an die hessische Landesregierung anlässlich der Ankunft der ersten Heimatvertriebenen in Hessen vor 70 Jahren im Jahre 2016,
  • die Herausgabe einer digitalen Handreichung für Lehrer hinsichtlich der Behandlung von Flucht und Vertreibung in hessischen Schulbüchern sowie
  • die Bedeutung von Fahrten des Deutsch-Europäischen Bildungswerkes nach Tschechien, Polen, Rumänien und in weitere osteuropäische Staaten zur Überwindung noch bestehender Grenzen und zur Förderung des Friedenswerkes in Europa.

Ortmann beteuerte bei dieser Gelegenheit die überparteiliche Struktur des hessischen Vertriebenenverbandes. Ziel sei es künftig, solche Zusammenkünfte auch mit anderen Fraktionen des hessischen Landtages zu suchen und fortzusetzen.

Text: Helmut Brandl
Im Juni 2015