Hohe Ehrung für einen Freund der Heimatvertriebenen

Bundesverdienstkreuz am Bande für Landrat Erich Pipa (Main-Kinzig-Kreis)

Im Kreistagssaal des Main-Kinzig-Forums in Gelnhausen erhielt Landrat Erich Pipa (SPD) am vergangenen Montag vom hessischen Finanzminister Dr. Thomas Schäfer (CDU) in einem sehr würdigen Rahmen das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht. Diese hohe Auszeichnung erfolgte vor allem auch in Würdigung seines langjährigen außergewöhnlichen Einsatzes als Kommunalpolitiker auf dem ehrenamtlichen Gebiet in seiner Region und darüber hinaus.

Zu den elf Organisationen und Verbänden, die diese Auszeichnung maßgeblich unterstützten, gehörte u.a. auch der Bund der Vertriebenen in Hessen mit Landesvorsitzenden Siegbert Ortmann (Lauterbach) sowie dessen örtlicher BdV-Kreisverband mit seiner Vorsitzenden Friedel Fingerhut (Gelnhausen). Beide waren dann auch bei der Feierstunde mit rund 100 geladenen Gästen und konnten so dem Geehrten namens der Vertriebenen und Spätaussiedler in diesem Land sogleich persönlich gratulieren. Denn ihre Vertriebenenorganisationen und Landsmannschaften wissen sehr wohl, welchen aufrichtigen Freund sie in Landrat Erich Pipa hierzulande haben.

Seine familiären Wurzeln gehen übrigens in das historische Zentrum Mährens, nämlich der Universitätsstadt Brünn im heutigen Tschechien zurück. Dort wurden seine Mutter und Schwester geboren, die später den berüchtigten "Brünner Todesmarsch" überlebten. Aus diesem schrecklichen Ereignis der Nachkriegszeit leite der Landrat nach eigenen Worten noch heute seine innere Einstellung her, fortwährend auf das erlittene Unrecht der Heimatvertriebenen hinzuweisen, aber dabei auch nie die deutsche Geschichte zu vergessen, wie es zu dieser unmenschlichen Vertreibung gekommen sei. BdV-Landesvorsitzender Siegbert Ortmann bedankte sich bei Landrat Erich Pipa für seinen unermüdlichen Einsatz um die Belange der deutschen Heimatvertriebenen und deren Geschichte und freute sich vor allem über seine treffende Aussage an die Politik, nämlich "wer als Politiker die Geschichte nicht kennt, wird in der Gegenwart keine guten Entscheidungen für die Zukunft treffen können".

Text: Siegbert Ortmann; Foto: Andrea Sandow
Im Oktober 2015